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Märchenprinz, Gaukler oder Narr
die Nacht lächelt aus dem Fensterrahmen
beflügelt heimlich meine Zärtlichkeit,
wie Kirschblut der Mond
mein allwissender Begleiter
Augenblicke,
um sich auf unseren
Traumpfaden zu verlieren,
um unser Leben
lustvoll zu lieben
doch bei aller
leidenschaftlicher
LebensLust
vergessen
die sinnliche Wärme
unserer Herzen
zu beschreiben
nicht vergessen
haben mich die Worte,
später dann
besuchten sie
meine offenen Türen
wie alte Freunde
setzten sie sich zu mir
und schrieben mir
Ein Gedicht
(c) wolf ehrlich
Anfang
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4 you
Stille, die mich umfängt
Nacht, die sich ans Fenster schmiegt
Schnee umfließt die Bäume
die wie gespreizte Finger
in den sternklaren Himmel zeigen
das Mondlicht
umspielt deine Konturen
wirft sanfte Schatten
auf deine nackte Haut
berühre sanft deine Lippen
streichle deinen Hals
deine Schultern
dein Gesicht
ein leises Lächeln
du kuschelst dich
in meine Arme
was
träumst du jetzt
in welcher Welt
erlebst du mich neu
unsere Liebe ist
zeitlos
ein Leben lang zeitlos
danach
unsterblich
(c) wolf ehrlich
Anfang
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wie überraschend
gemeinsam haben wir
gegessen, getrunken
mit wenigen Worten
einander verstanden
anschließend
mit fremden Gefühlen gelacht
das Leben ein wenig
geliebt
im weggehen
sich überrascht umgedreht
und festgestellt
wir haben uns verändert
(c) wolf ehrlich
Anfang
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der dunkelblonde Engel
ich atme dich
geduldig
ohne Hast
genieße dich
wie blonden Wein
zum Nachtisch
haben sich
meine Gedanken
an dir betrunken
(c) wolf ehrlich
Anfang
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Jimmy, Balladensänger
ich berausche mich
an dieser Musik
die mit leichtem Flügelschlag
meine Seele entführt
die durchsichtigen Töne
begleiten die Luft
die nach Gras
und Fernweh schmeckt
voller Hingabe
tausche ich
mit dem
leichten Frühlingswind
den Atem
(c) wolf ehrlich
Anfang
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Kindertraum
vom Reif überzogene Wiesen
im fahlen Mondlicht der Nebel
verzaubert als magisches Licht
die Konturen der Obstwiesen
ich stehe am Fenster und staune
wie schnell die stillen Kinderträume
der blassen Mondsichel
eine runde Nase verpassen
noch schnell Auge und Mund malen
daneben ungelenk funkelnde Sterne zeichnen
eure Lieblingsschimmel
stehen bereits ungeduldig bereit
alles fertig zur großen Sternenfahrt
bitte nehmt mich mit
lasst mich in Euren Träumen
den Mann im Mond besuchen
ich wollte immer schon wissen,
ob er nicht doch ´ne Frau ist
(c) wolf ehrlich
Anfang
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Junimond
in der
Stille
deiner
Gedanken
findet
meine Sprache
keinen
Raum
(c) wolf ehrlich
Anfang |
kid´s
wieso
perspektivlos
ziellos
illusionslos
weshalb
emotionslos
hemmungslos
wunschlos
warum
kraftlos
glanzlos
tatenlos
ach
so
bloß
kinderlos
hartes Los
(c) wolf ehrlich
Anfang |
Unschuldswolf
es lebt ein Junge in mir
der immer ungeduldig ist
der öfters mit sich selber spricht
um nicht allein zu sein
der mich unruhig
in die Ferne schickt
um sich selbst zu suchen
er macht was ihm gefällt
und wenn er sich was in den
Kopf gesetzt hat
lässt er mir keine Ruhe
von Zeit zu Zeit, voller Neugierde
kommt er einfach raus
und setzt sich neben mich
wie seinem Spiegelbild
kneift er mir vertraut
ein Auge zu
manches Mal blamiert er mich
macht sich selbst zum Narren
dann wieder
voller übermütiger Lebenslust
nimmt er mich und andere auf den Arm
aber schelmisch wie er ist
kann ihm niemand ernsthaft böse sein
was wird aus mir
wenn er mal erwachsen ist
ich freue mich dann .... auf sein Lachen
(c) wolf ehrlich
Anfang |
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Erdbeermund
ich küsse
deinen
Erdbeermund,
wie
Tau nass
glänzt
dein Haar,
die
kleine
rote
Zunge
wird
immer
größer,
streckt
sich mir
zitternd
entgegen,
liebkost
mich sanft
voll
lustvoller
Wollust
(c) wolf ehrlich
Anfang |
3 15 a.m.
TRÜMMER IN DEN KÖRPERLOSEN AUGEN
NIE, WENN ICH MICH VERLIER
OHNE SINNBEGEGNUNG IN DER STILLE
TOTER STEINTREPPENMONOTONIE, ALLE
LEEREN BLICKE SEHEN KALTEN
MOND, RUHIGE TRAUMZEIT MIT
VERIRRTER ZÄRTLICHKEIT, ZERFETZTER SCHAUM
VOR ANTENNENWIRRWARR, GEBEN
UNBEWOHNTEN GEFÜHLEN ELEGANTEN
SCHATTEN, VERZERRTES SPIEGELBILD HILFLOSER
VISIONEN
(c) wolf ehrlich
Anfang |
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Nachtschatten
Worte im
Kerzenlicht
tastend
wie Blinde sehen
Fingerzeichen
über
unsere Lippen
Leere
Taschen
voller
Gedanken
Laute
Staubstraßen
mit
Neongeschmack
Schritte
getrennt
zueinander
durch
die graue Menge
gaffender
Mäuler
starrer Augen
Blicke
leer und kalt
Keine Ängste
seit
unsere Worte
sich
berühren
NIE VERGESSEN
MEINE
SPRACHE MIT DIR
(c) wolf ehrlich
Anfang |